Sozial AG

freiwilliges soziales Engagement in der Realschule

Die Anfang des Jahrtausends noch vage Idee, Schüler für ein Sozial-Praktikum zu begeistern, hat sich inzwischen zu einer festen Größe entwickelt.
Wir führen an der Realschule der Liebfrauenschule nun schon seit einigen Jahren die „Sozial-AG“ in Klasse 9 der Realschule durch. Die Schüler arbeiten über das Schuljahr verteilt in einer sozialen Einrichtung in Sigmaringen und Umgebung mit:

  • Mindestumfang ca. 40 Stunden im gesamten Schuljahr
  • Mehrstunden sind nach Absprache mit dem Schüler möglich, werden dann in der Beurteilung dokumentiert.
  • Auch Einsätze in den Ferien oder an Wochenenden sind möglich.
  • Die einzelnen Einsätze werden möglichst gleichmäßig auf das Schuljahr verteilt. Es sollte möglichst einmal ein ganzer Arbeitstag in der Einrichtung verbracht werden.

Die Schüler entscheiden sich, ob sie mit Kindern (Kindergärten, Hausaufgabenbetreuung), mit Behinderten (OWB) oder im Altenpflegebereich aktiv sein wollen.
Bei dieser AG handelt es sich nicht um ein Berufspraktikum. Die

Schüler sollen vielmehr die Möglichkeit erhalten sich sozial zu engagieren, um dadurch ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Sie übernehmen dabei eigenverantwortlich kleinere Aufgaben sowie Verantwortung für andere und unterstützen die Beschäftigten der Einrichtung bei ihrer täglichen Arbeit.

Ergänzend dazu findet etwa einmal im Monat ein Theorie-Nachmittag an der Schule statt. In diesen Stunden wird auf verschiedenen Ebenen gearbeitet:

  • Regelmäßige Reflexion über die in den Einrichtungen
    gemachten Erfahrungen
  • Vertrauensübungen
  • Übungen zur Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • Anregung und Planung von Aktivitäten in den Einrichtungen

Die Mitglieder der „Sozial-AG“ dokumentieren ihre Tätigkeit und ihre Erfahrungen in einem persönlichen Tagebuch und erstellen darüber eine Dokumentaion am Ende des Schuljahres.

Einen kleinen Einblick in diese Erfahrungen bieten folgende Schüleraussagen:


Ich habe gelernt…
… dass ich gut mit kleinen Kindern umgehen kann.
… dass ich gut mit Behinderten umgehen kann.
… dass ich anderen mein Vertrauen schenken kann.
… selbstständig zu werden.
… Verantwortung zu übernehmen.
… dass es manchmal schwer ist, seine Meinung zu sagen.
… dass manche Aufgaben so schwer sind.
… dass ich manchmal sehr viel Geduld brauche.

 

Für ihren Einsatz erhalten die Schüler eine Urkunde mit einer

detaillierten Beurteilung ihrer Tätigkeit (vergleichbar einem „Arbeitszeugnis“).

Wir, die betreuenden Lehrerinnen, Frau Dötsch und Frau Gieren, freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer im neuen Schuljahr.