Kreiskrankenhaus, 14.10.2011, 12. Klasse, Biologie
"Sie wollen das Beste für Ihr ungeborenes Kind. Deshalb fragen Sie sich, welche Vorsogemaßnahmen und medizinische Untersuchungsmöglichkeiten Sie in Anspruch nehmen möchten?"
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, durfte der Biologiekurs an einem Vortrag zum Thema Präimplantationsdiagnostik (PID) unter der Leitung von Oberärztin Dr. med Sonja Benz, Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe, teilnehmen.
Neben der Ärztin waren Ingrid Weinmann (Diplom- pädagogin) und Susanne Scham (Diplomsozialarbeiterin) von Donum Vitae anwesend, welche über ihre beruflichen Erfahrungen berichteten.
Nach einem Informationsteil, in dem wir etwas über die möglichen Untersuchungen im Rahmen der PID sowie bestehende Risiken erfahren konnten, kam in der anschließenden Diskussionsrunde die ethische Frage der PID auf, die auch für die erfahrenen Beraterinnen schwer zu beantworten wäre. Schließlich durften wir persönliche Erfahrungen mit Müttern und deren Kindern, die an Trisomie 21 erkrankt sind, machen. Die Kinder, zwischen 4 und 9 Jahren alt, verhieten sich sehr offen und herzlich uns gegenüber. Sie strahlten Lebensfreude aus und spielten wie jedes andere Kind auch. Durch die Erzählung der Mütter wurde dann aber schnell deutlich, dass ihre Kinder zwar körperlich fit sind, aber häufig erkrankten und in ihrer geistigen Entwicklung verspätet sind. Die Eltern, so erfuhren wir, träfen sich mehrmals monatlich, um Erfahrungen auszutauschen.
Der Nachmittag im Kreiskrankenhaus gestaltete sich sehr interessant und aufschlussreich. Obwohl zunächst eingeschüchtert durch die Gefahren der PID, verschwand die Angst bei dem Zusammentreffen mit den Kindern. Es war uns wirklich eine Freude und sicher eine Erfahrung wert. Zuletzt bleibt uns nur eines zu sagen, wie es Frau Dr. Benz, Frau Weinmann und Frau Scham es ebenfalls getan haben: Traut Euch!!!
(Melissa Geiger)
Schaufels, 13.10.2011, Klasse 9, NWT
Im Rahmen des Faches NWT (Naturwissenschaft und Technik) startete ein Kleinbus mit der Schülergruppe, bestehend aus G 9b und G 9c in Richtung Schaufels, der mit über 120m Höhe einer der mächtigsten und höchsten Wände im außeralpinen Bereich ist und zwischen Thiergarten und Neidingen liegt. Dort erwartete sie eine Führung mit dem interessanten Titel "Klettern und Naturschutz im Einklang" durch den Ranger des Naturparks, Herrn Ellinger.
Da es im Donautal einige Pflanzen gibt, die seit der Eiszeit außeralpin nur noch hier vorkommen, ist eine seiner Aufgaben diese und seltene, vom Aussterben bedrohte Tierarten wie zum Beispiel Dohle, Uhu und Wanderfalke zu schützen.

Da der Felsen aber auch wegen seiner Höhe ein sehr beliebter Kletterfelsen ist, gibt es immer wieder Konflikte zwischen Naturschützern und Kletterern. Daraus entstand das Projekt "Schaufels", deren Teilnehmer einen Kompromiss erarbeiteten. Es wurden sensible Kleterrouten gesperrt, jedoch auch neue Routen erschlossen. Vor dem Projekt gab es 52, danach 119 Kletterrouten. Aufgrund der Brutzeit der Dohlen (eine der größten Populationen in Deutschland) darf der Fels zwischen dem 15. Februar und dem 30. Juni nicht beklettert werden. Während der "Verlobungszeit" der Dohlen im Herbst sind die Routen erst ab 12 Uhr begehbar.
Auf dem Weg nach oben zum Felsfuss entdeckten wir besondere Pflanzen, wie zum Beispiel die Alpenkratzdistel.

An der Felswand wurden wir von Herrn Ellinger auf die Einstiege von verschiedenen Kletterrouten aufmerksam gemacht. Er verwies auf die großen, bis zu vier Meter langen Hakenabstände, die das Donautal zu einem anspruchsvollen Gelände für Kletterer machen. Auch entdeckten wir auf dem extremen Lebensraum "Felsen" spezialisierte Tiere, zum Beispiel die flügellose Gebirgsschnecke und die Haferkornschnecke, die mit einer Gehäusegröße von nur ca. einem Zentimeter in Felsenunebenheiten lebt.
Schließlich kamen wir entwas erschöpft, aber auch um eine interessante Erfahrung reicher am Parkplatz an.
(Stefan Fox)
Dachau, 13.09.2011, Klasse 10, Geschichte
Sichtlich ergriffen und interessiert lauschten die Schülerinnen und Schüler sowie die Begleitlehrer den anschaulichen Ausführungen und Schilderungen ihrer Führung über das KZ-Gelände, die die weite Anfahrt vergessen und einen Besuch auch heute noch zu einem lohnenden Unterfangen machte.

Man spürte sofort die Beklommenheit und Ohnmacht, die einen an einem solchen Ort unwillkürlich ergreift im Angesicht der Verbrechen der SS-Wachmannschaften, die diese im Namen Deutschlands hier und in anderen Konzentrationslagern in Deutschland und Europa verübt haben.

Trotz des Abrisses weiter Teile des Lagers, wie etwa die Baracken, und eine Umfunktionierung der Gebäudekomplexe hält sich eine unbeschreibliche Aura des Schreckens in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau vor den Toren Münchens. Man atmet regelrecht deutsche Geschichte, die einem kein Geschichtsbuch oder ein gut gemachter Film annähernd so nahe bringen kann wie der Ort selbst.
Dieser Atmosphäre konnten sich auch die knapp 60 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 der Liebfrauenschule während ihrer von Frau Engenhardt organisierten Exkursion zu dieser Gedenkstätte nicht entziehen, die von ihrem traurigen Klang bis heute nichts verloren hat.
(Thilo Ettwein)